Mamasein = Einsam sein

*Disclaimer vorab, Mama sein ist toll & die beste Aufgabe meines Lebens! Aber…

Natürlich ist den meisten bewusst, dass Freundschaften nach der Geburt eines Babys zumeist auf die Probe gestellt werden. Freunde wollen nicht nerven und Neu-Eltern wollen trotzdem noch sie selbst bleiben.

Meistens verabschiedet man sich von 1-2 Freunden schon während der Schwangerschaft. Und das ist auch ok, hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Manche Menschen sind eben nur Lebensabschnittsgefährten.

Mama’s sind in der Regel 24/7 mit ihrem kleinen Sonnenschein zusammen. Und sind wir mal ehrlich – das schlaucht. Man sieht nichts anderes, man erlebt (selten) etwas anderes und man erfährt von den Dingen die Freunde so machen nur noch durch soziale Medien. Der Mann ist arbeiten und sieht mal andere Leute und vor allem hat er eine Aufgabe. Ich vermisse meine Arbeit sehr. Mir ist bewusst, dass ich aktuell auch eine habe… Nur fühlt es sich nicht immer so an.

Wo sind die ganzen Bekannte & Freunde, die einen besuchen oder einladen wollten, um den Kleinen öfter mal zu sehen? Oder gar die, die versprochen haben mal mit ihm spazieren zu gehen oder aufzupassen, damit man sich zumindest mal 1-2 Stunden ausruhen kann? Hallo? Leere Worte, wie so oft im Leben. Die Realität sieht eben meist anders aus.

Man kann sein Baby ab einem gewissen Alter überall für ein paar Stunden mitnehmen. Aber soziale Netzwerke zeigen einem, dass die Wahl der Freunde doch wieder auf Kinderlose fiel um etwas zu unternehmen. Ist wohl unkomplizierter und ruhiger…

Mama sein macht einen furchtbar einsam. Man ist „nur“ noch Mama, immer & für jeden und scheinbar wird man so auch langsam vergessen… Als gab es vorher keine andere Person, die man genauso immernoch ist, nur reicher.

Aber – ich bin Mama, ich schaffe das! Denn wenn nicht ich, wer dann?

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Es ist nicht alles Gold, was glänzt

•Bekommt er schon Brei? Schläft er schon durch? Kann er brabbeln? Kann er sitzen? Will er krabbeln? – Ja was kann dein Kind eigentlich schon?•

Ob ihr es glaubt oder nicht, solche Fragen bekomme ich beinahe täglich. Und – alle Kinder ‚hören‘ jetzt weg – es kotzt mich an!

Alexander ist heute 7 Monate alt, korrigiert knapp 5. Und nein, er kann auch nicht ganz das alles, was ein 5 Monate altes Baby können sollte. Warum eigentlich sollte? Warum gibt es Tabellen mit Wochen, in denen steht wann ein Baby was können SOLL?!

Unser Baby kann vieles in den Anfängen, aber das zu erklären wird man schnell leid und müde. Man erhält Belehrungen, Vorträge und Anweisungen (!) wie man es besser macht. Wie fast jede andere Mama der Welt weiß ich am besten was meinen Kind gut tut und vor allem Dingen was nicht. Und warum mir das Mütter oder Väter von Normalgeborenen erzählen weiß ich auch nicht.

Um es kurz & schmerzlos zu sagen – Alexander ist in der Hinsicht eben nicht normal…

Und dann höre ich wieder was für eine coole, entspannte Super-Mom ich doch sei, dass ich so locker mit dem Thema umgehe und darüber stehe. Ihr habt keine Ahnung wie oft ich heulend auf dem Fußboden zusammenbreche. Aber es nützt keinem was, denn für Alexander werde ich trotzdem alles geben. Und natürlich mache ich ihm keinen Stress, er macht das schon. Er hat schon ganz andere Dinge in seinem kurzen Leben geschafft.

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Und für alle die gerne noch mehr lesen wollen, diese doch irgendwie schöne Geschichte über Frühchenmamas, liebevoll auch „Spezialmamas“ genannt…

Die Spezialmutter

Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter, manche freiwillig, einige unter gesellschaftlichen Druck und ein paar aus reiner Gewohnheit.

Dieses Jahr werden 60 000 Mütter frühgeborener Kinder. Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten die Mütter frühgeborener Kinder ausgewählt werden?

Ich stelle mir Gott vor, wie er über die Erde schwebt und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch:“Schneider, Ulrike: Sohn. Schutzheiliger: Matthias. Forst, Monika: Tochter. Schutzheilige: Cäcilie. Müller, Cornelia: Zwillinge. Schutzheiliger ? Gebt ihr Gerard, der ist es gewohnt, dass geflucht wird.“

Schließlich nennt Gott einem Engel einen Namen und sagt lächelnd: „Dieser Frau gebe ich ein frühgeborenes Kind.“

Der Engel wird neugierig: „Warum gerade ihr, o Herr? Sie ist doch so glücklich.“

„Eben deswegen“, sagt Gott lächelnd. „Kann ich einem frühgeborenem Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam.“

„Aber hat sie denn die nötige Geduld?“ , fragt der Engel.

„Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die bei Müttern so selten und doch so nötig sind. Verstehst Du : Das Kind, das ich ihr schenken werde, wird vielleicht versuchen, in seiner eigenen Welt zu leben. Und sie muss es zwingen, in der ihren zu leben, das wird nicht leicht werden.“

„Aber, Herr, soviel ich weiß, glaubt sie nicht einmal an dich.“

Gott lächelt. „Das macht nichts. Das bringe ich schon in Ordnung.

Nein, sie ist hervorragend geeignet. Sie hat außerdem auch genügend Egoismus.“

Der Engel ringt nach Luft. „Egoismus? Ist das denn eine gute Eigenschaft?“

Gott nickt. „Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen.“

Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden.

Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen, nie einen Schritt als etwas Alltägliches ansehen. Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt.

Es ist möglich, dass ihr Kind nie sehen können wird. Wenn sie ihm einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung jemals sehen.

Ich werde ihr erlauben, alles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne – Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile – und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben.

Sie wird niemals alleine sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie meine Arbeit ebenso sicher tut, als sei sie hier neben mir.“

„Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?“, fragt der Engel mit gezückter Feder.

Da lächelt Gott. „Ein Blick in den Spiegel wird genügen.“

Ich sehe dich!

„Mami, ich weiß, dass du dir so sehr wünscht, gesehen zu werden. Gesehen zu werden, was du den ganzen Tag und vor allem all die Nächte leistest und aus vollem Herzen gibst. So oft musst du deine Grenzen übertreten. Und so oft ist keiner da, der es sieht. Und es würde dir so gut tun, wenn dich jemand in den Arm nimmt und dich versteht. Mami, ich sehe dich. Ich sehe all deine Liebe, all deinen Frust, all dein Grübeln, all deine Freude…all dein Herz. Ich kann dich sehen! Und ich kann dich fühlen. Und ich kann dich verstehen. Bald… schon ganz bald kann ich es dir auch zeigen und sagen. Gerade bin ich oft so überfordert mit dem Entdecken der Welt. Ich versuche meinen Rhythmus zu finden und meinen Platz. Mami, du bist so wundervoll. Ich bin dir so dankbar, dass du in jeder Minute für mich da bist, dass du versuchst für mich zu singen auch wenn dir nach weinen ist. Ich bin so glücklich, dass du mir die Welt zeigst. Mami, ich sehe dich. Ich sehe dass du auf so viel verzichtest. Dass du für mich einstehst, ich sehe, dass du alles gibst. Alles was du hast. Mami, ich liebe dich.“

Als kleine Motivation zwischendurch, ich weiß wie sehr man sie manchmal gebrauchen kann…

Meilensteine

Kaum bloggt man ein paar Tage nicht, hat man direkt 2 Meilensteine zu berichten.

Doch beginnen wir erstmal beim Alltag. Momentan, und das ist auch der Grund für die Abwesenheit, schubt und zahnt Alexander was das Zeug hält. Wie sicher bekannt, eine sehr anstrengende und mühsame Phase. Wie machen das bitte Alleinerziehende oder Zwillingseltern? Es ist mir ein Rätsel.

Letztens fühlte ich mich auch mal 1-2 Tage körperlich nicht so gut. Und das ist wohl das Todesurteil für eine Mutter (Wie konnte ich auch nur??). In der Wohnung sah es direkt aus wie Kraut & Rüben und Alexander dachte genau an diesen Tagen nur rumgetragen zu werden. Ablegen war eine Katastrophe. Naja, auch diese Tage gingen vorbei (zum Glück)…

Ein Mann wie er eben ist, muss alles mit Jammern und Meckern kommentiert werden. So sind sie eben – Sorry Boys. Und ich muss zugeben, ich bin froh wenn das vorbei ist und er etwas selbstständiger wird und sich besser & mehr verständigen kann. Das Rumrätseln, wenn er weint, ist wie für alle Eltern wirklich nervenaufreibend. Ganz besonders wenn die ‚klassischen‘ Babyprobleme alle schon aus der Welt geschafft sind, Windel frisch, satt, nicht zu warm, nicht zu kalt, ausgeschlafen usw.

Doch kommen wir nun zu den äußerst erfreulichen Meilensteinen. Alexander hat sich vor 1 Woche selbst vom Bauch auf den Rücken gedreht, und am gestrigen Samstag, doch tatsächlich vom Rücken auf den Bauch. Man läuft anschließend wirklich über vor Stolz und verdrückt ganz automatisch ein Tränchen (oder viele). Wie toll es ist, seine Entwicklung zu sehen! Ganz besonders wenn mir, wie tagtäglich, bewusst wird das er ohne die Medizin von heute gar nicht mehr da wäre. Und ich auch nicht, aber das war mir damals gar nicht so wichtig…

Das war erstmal ein kleines, aber feines Babyupdate der letzten Wochen. Habt noch einen schönen, entspannten Restsonntag und bis bald.

Ein ganzes halbes Jahr

Wow, wir haben 2018. Wir haben 2017 überlebt. Das Jahr ist Geschichte. Neues Jahr, neues Glück ist die Devise.

Alexander ist diesen Monat unfassbare 6 Monate alt geworden. Er misst 62/63 cm und wiegt 6.190 gr. Damit hat er seit seiner Geburt stolze 25 cm und 5 kg (!) zugelegt. Und wisst ihr was er jetzt ist? Ein Baby, ein ganz normales Baby, sogar mit etwas Speckarmen – mein persönlicher Triumph. Er ist kein zerbrechliches kleines Püppchen in einem Kasten mehr, er kann & darf berührt werden, wo das doch lange Zeit zuviel Stress für ihn war. Würde er keine Medikamente nehmen, würde man wohl kaum noch an die Anfangszeit denken. Wobei sie immer bei mir ist, spätestens nachts im Traum klopft sie wieder an. Aber warum sollte man sie auch vergessen? Sie hat uns zu dem gemacht, der wir jetzt sind. Und diese Eltern finde ich ziemlich ok (Eigenlob, sorry).

Mittlerweile würde ich behaupten, sind wir ganz gut im Elterndasein angekommen. Es gibt immer gute & schlechte Tage, so wie bei allen anderen auch. Alexander schläft recht gut seit wir ihn in sein Zimmer ‚ausquartiert‘ haben und wir kommen alle zu etwas mehr Schlaf & Ruhe. Besonders mir tut das gut, wo mir doch noch ca. 10 Monate Schlaf aus dem vergangenen Jahr fehlen…

Alexander kann äußerst gut und auch schon recht bewusst greifen, strampelt wie ein Wilder und rollt sich zumindest schonmal auf die Seite. Dank Physiotherapie, die wir in diesem Jahr begonnen haben, merkt man schon nach wenigen Wochen kleine Erfolge. Und jeder Erfolg ist fantastisch. Er gibt ihm und uns mehr Lebensqualität.

Mamasein ist der härteste Job meines Lebens… Und gleichzeitig der Beste. Alexander ist meine Lebensaufgabe, mein Glück, mein Sinn. Er lacht soviel und doch kommt mir immernoch bei fast jedem Grinser ein Tränchen. Und nein, die Sensibelchenphase ist immernoch nicht vorbei (Fortsetzung folgt).

Und wir als Paar haben uns sehr verändert und doch sind wir noch die Alten. Wir mögen immernoch die selben Dinge, wissen sie aber mehr zu schätzen. Ich bekomme Haushalt, Kochen, Kind & Hund besser in den Griff als jemals zuvor. Alles wegen Alexander. Denn ich möchte eine gute Mama, Freundin und Frauchen sein und meine Messlatte ist eben hoch.

Vorsätze gibt es auch für 2018… Alexander soll sich drehen & bald sitzen können, anfangen zu essen und vielleicht gegen Ende des Jahres sowas wie Krabbeln. Aber alles ohne Stress. Denn wenn ich eine Sache bisher gelernt habe – er gibt das Tempo vor und das ist genau richtig so.

2017 – Ich bin bereit, dich gehen zu lassen

Ich bin bereit, dich gehen zu lassen. Ich bin bereit für ein neues Kapitel. Ich bin bereit für die Dinge, auf die du dich vorbereitet hast und für die Zukunft, die du angefangen hast, für mich zu planen. Ich bin bereit, die Lektionen zu nehmen, die du mir beigebracht hast, und sie im nächsten Jahr und in den kommenden Jahren anzuwenden. Ich bin bereit, die schmerzhaften Teile von dir zu vergessen und neu anzufangen. Ich bin bereit, deine Misserfolge, deine Enttäuschung und deine Fehler gehen zu lassen.
Ich vergebe dir und lasse dich gehen.
Ich vergebe dir, dass du nicht das Jahr warst, das ich erwartet habe. Ich vergebe dir, dass du zu hart zu mir warst. Ich vergebe dir, dass du mir Gutes weggenommen und mir ein paar Mal das Herz gebrochen hast. Ich vergebe dir die schmerzhaften Tage und Nächte. Ich vergebe dir all die Tränen, die du verursacht hast, und all die Kämpfe, die du mir geschickt hast.
Du hast mich zum Kämpfer gemacht. Du hast mir beigebracht, wie man für sich selbst einsteht. Du hast mir meinen Selbstwert gezeigt. Du hast mir beigebracht, niemanden mein Leben ruinieren zu lassen, egal wie sehr er es auch versucht.
Ich möchte mich auch bei dir bedanken. Danke für all die Segnungen, die du mir geschenkt hast. Danke für das Lachen und die Liebe. Danke für die neuen Leute, die du mir vorgestellt hast. Vielen Dank für die unvergesslichen Erinnerungen. Danke für die Tage, die mich dazu gebracht haben, dein Chaos zu überleben, und für die Menschen, die mich geheilt haben, als ich zerbrochen war. Vielen Dank für die Beantwortung einiger wirklich wichtiger Fragen, die ich hatte. Danke, dass du mir viele Wahrheiten offenbart hast, die ich wissen musste.
2017 – Ich bin bereit, dich gehen zu lassen. Ich habe keine Lust mehr, deine Geschichte zu ändern.
Ich habe keine Lust mehr, zurückzublicken und darüber nachzudenken, was ich hätte tun sollen oder was ich hätte sagen sollen. Ich habe keine Lust mehr, dir so viel Platz zu lassen. Ich bin fertig mit all den Dingen, die ich nicht getan habe, und all den Träumen, die du mich nicht hast leben lassen. Ich habe keine Lust mehr, alles zu verwirklichen, bevor du endest.
Vielleicht bist du nicht das richtige Jahr für mich. Vielleicht habe ich mich in dir getäuscht. Vielleicht wollte ich mehr von dir, aber jetzt weiß ich, dass du nicht das Richtige bist. Du bist nicht mein Jahr. Du bist nicht die Ausnahme.
2018, ich weiß nicht, was mich erwartet und ich weiß nicht viel über dich, aber ich bin bereit. 2017 hat mich nicht gebrochen. Ich heiße dich mit offenen Armen und offenem Herzen willkommen. 2017 hat mich ausgelaugt, aber ich bin immer noch in der Lage, dir alles zu geben.

1. Frühgeborenen-Nachuntersuchung

Eine Woche ist die sogenannte 1. Nachuntersuchung nun her. Hierbei kontrolliert man Entwicklung, Motorik und allgemeine Daten wie Größe, Gewicht und Impfstatus.

Eigentlich haben wir uns ein wenig von dieser Untersuchung versprochen, aber sie war ein Reinfall.

Alles begann damit, dass wir 8:00 Uhr auf Station sein sollten. Da vorher die stationäre Aufnahme nötig ist waren wir also 7:30 Uhr in der Klinik.

Wie immer mussten wir erstmal warten… Und warten… Und warten. Gut 45 Minuten später wurde Alexander endlich gewogen und gemessen, 60 cm und 5.570g. Die einzige erfreuliche Nachricht an diesem Tag.

Danach sollten wir erneut Platz nehmen und warten. Im Hintergrund hörten wir die Schwestern schon tuscheln, dass kein Platz frei wäre, weder auf der eigentlichen Neonatologie-Station, wo wir den Termin (seit 3 Monaten) hatten, noch auf der Alternative, die Kinder-Tagesklinik.

Erneut vergingen gut 30 Minuten. Geistesgegenwärtig hatte ich für Alexander schon mal eine Milchflasche mit, die dank Thermotasche eine akzeptable Temperatur hatte, damit er wenigstens sein Frühstück bekam.

Nun sollten wir doch auf die altbekannte Neo. Und was taten wir da? Genau, warten. Zwischen noch sehr bekannten Gepiepse und Babygeschrei…

Etwa gegen 10:30 Uhr durften wir dann endlich in ein Zimmer. Dort wurden wir dann aber auch direkt von 4 Ärzten überrannt, alles musste schnell gehen, Fragen beantworten, Baby ausziehen… Und schon „stürzten“ sie sich alle gleichzeitig auf ihn. Entgegen das Frühchen das eigentlich nicht so haben sollen zogen und zerrten sie alle an ihn rum und redeten ihr Fachchinesisch.

Anschließend kam ein Physiotherapeut, der mit Alexander’s Entwicklung sehr unzufrieden war. Statt uns zu sagen was wir anders bzw. besser machen können, sagte er er fülle das Schreiben aus und war weg.

Wir warteten im Anschluss natürlich wieder, eine Blutentnahme sollte noch erfolgen. Alexander war mittlerweile verständlicher Weise nicht mehr so gut gelaunt. Und wir hatten außer einen Snack aus dem Automaten und einen Kaffee auch noch nichts zu uns genommen.

Auch hier wieder, geistesgegenwärtig, hatte ich unserem Krümli wenigstens seine 2 Lieblingsspielzeuge mitgenommen und so konnten wir ihn zumindest ein wenig bei Laune halten.

Man sagte uns dann, dass der anschließende Schlaflabor-Termin aufgrund Personalmangels ausfiel. Danach war unsere Laune natürlich ganz unten. Schließlich hatte man für diesen gefühlt den halben Hausstand mitgenommen.

Zur Blutabnahme schickte man uns vorsorglich raus, da diese am Kopf erfolgte und Gott sei Dank nahmen wir das ‚Angebot‘ auch an. Niemals hätte ich das ansehen können.

Anschließend konnten wir einfach gehen, mit dem Gefühl schlechte Eltern zu sein, die wohl alles falsch machen… Ein Brief bekommt die Hausärztin irgendwann und ansonsten sähe man sich ja dann im März 2018 wieder. Na bis dahin & f**** euch ins Knie. Danke für nichts!

So, genug ausgekotzt… Ich Rabenmutter begebe mich nun wieder zu meinem kleinen Sonnenschein, der für uns immer die Definition von Perfektion sein wird.

Seine Meinung zur Untersuchung: